Tätigkeiten wie Wäsche aufhängen, Fenster putzen oder Beine epilieren bringen es ja nicht selten sondern sogar oft mit sich, dass die Gedanken schweifen, wohin sie wollen. Das Epiliergerät surrt, und schon ist man woanders.
Zum Beispiel in einer Wohnung im Norden, in der man mal gewohnt hat, übergangsweise, zusammen mit vier Katzen, zwei großen und zwei kleinen. Die großen gingen morgens zur Arbeit bzw. Schule, kamen nachmittags nach Hause und erzählten sich den Tag. Dabei fielen dann so Sätze wie: "Epilieren ist ein Sommergeräusch". Oder: "Diese Zigaretten schmecken nur in Griechenland." Die kleinen wohnten einfach, das aber hingebungsvoll und in der ganzen Spannweite, die Wohnen im besten Falle bietet. Sie kletterten über Tuben und Töpfe und manchmal auch über das Keyboard. Sie träumten aus dem Fenster oder jagten sich gegenseitig durch die Zimmer. Gerne dümpelten sie auch in der leeren Badewanne, und es brauchte eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hatte, beim Aufs-Klo-Gehen nicht allein zu sein. Und wenn hin und wieder die großen übers Wochenende verreist waren und man selbst nicht so recht wusste, wohin, konnte das vehement dynamische Wohnen der kleinen einen tatsächlich davon überzeugen, ein bisschen an die Sonne zu gehen.
Montag, 30. Mai 2011
Sonntag, 29. Mai 2011
Theoretisch bewiesen
Donnerstag, 26. Mai 2011
Mittwoch, 13. April 2011
Im Stau (lost in Berufsverkehr)
Warum eigentlich passiert es mir immer wieder, dass ich auf Berufstätige treffe, die ich mal „die mutwilligen Verflacher der Nation“ nennen will. Leute, die wider besseres Wissen den so genannten Zielgruppen reinsten Bullshit verkaufen und dann auch noch frech behaupten, die so genannten Zielgruppen würden es ja nicht anders wollen. Dabei wissen die mutwilligen Verflacher der Nation (mVN) ganz genau, dass von „wollen“ keine Rede sein kann, wenn man nichts anderes kennt.
Und die anvisierten Zielgruppen kennen tatsächlich nichts anderes. Weil sie nämlich nie die Chance hatten, es kennenzulernen. Weil nämlich die mVN nicht das geringste Bedürfnis verspüren, es ihnen, also dem großen Rest, der nicht das Glück hatte, über genug geistige und finanzielle Ressourcen zu verfügen, die nun mal nötig sind, um ein Studium zu absolvieren, nahezubringen. Die mVN sind nicht im geringsten motiviert, etwas von dem, was sie qua Geburt geschenkt bekommen haben, an die von ihnen auf niederstem Niveau künstlich klein gehaltenen und täglich aufs Neue festgezurrten Zielgruppen weiterzugeben. Sie, die mVN, könnten, aber sie wollen nicht. Warum auch, wenn der Arbeitgeber einen bereitwillig dafür bezahlt, dass man den lieben langen Tag bei vollem Bewusstsein nichts anderes macht als Informationsschrott so zu mischen, zu verkleben und neu zu verpacken, dass der Schwindel hält. Dann noch ein bisschen was obendrauf, das die Speichelproduktion von Pitbullterriern anregt – wahlweise Busen, Tod oder Hakenkreuz – und schon wieder ist ein Arbeitstag erfolgreich zu Ende gegangen.
Und dann steht man auf einmal, weil das Schicksal oder whatever es so will, neben solchen Leuten und ist einfach nur sprachlos, denn diese Leute schauen einem schamlos strahlend in die Augen, sind überhaupt total „nett“ und „offen“ und „herzlich“ und „interessiert“, und man möchte ihnen den Prosecco in den Ausschnitt kippen, den sie schon wieder nachgießen, aber das wäre zuviel Aufwand. So sucht man also nach Fluchtwegen, doch die sind alle verstopft. Mit lauter gut gelaunten mVN. Gäbe es nicht hin und wieder sowas wie vorhin den Blick des Kellners auf die Uhr oder die Erinnerung an morgen - man wäre hier im Augenblick tatsächlich verloren.
Und die anvisierten Zielgruppen kennen tatsächlich nichts anderes. Weil sie nämlich nie die Chance hatten, es kennenzulernen. Weil nämlich die mVN nicht das geringste Bedürfnis verspüren, es ihnen, also dem großen Rest, der nicht das Glück hatte, über genug geistige und finanzielle Ressourcen zu verfügen, die nun mal nötig sind, um ein Studium zu absolvieren, nahezubringen. Die mVN sind nicht im geringsten motiviert, etwas von dem, was sie qua Geburt geschenkt bekommen haben, an die von ihnen auf niederstem Niveau künstlich klein gehaltenen und täglich aufs Neue festgezurrten Zielgruppen weiterzugeben. Sie, die mVN, könnten, aber sie wollen nicht. Warum auch, wenn der Arbeitgeber einen bereitwillig dafür bezahlt, dass man den lieben langen Tag bei vollem Bewusstsein nichts anderes macht als Informationsschrott so zu mischen, zu verkleben und neu zu verpacken, dass der Schwindel hält. Dann noch ein bisschen was obendrauf, das die Speichelproduktion von Pitbullterriern anregt – wahlweise Busen, Tod oder Hakenkreuz – und schon wieder ist ein Arbeitstag erfolgreich zu Ende gegangen.
Und dann steht man auf einmal, weil das Schicksal oder whatever es so will, neben solchen Leuten und ist einfach nur sprachlos, denn diese Leute schauen einem schamlos strahlend in die Augen, sind überhaupt total „nett“ und „offen“ und „herzlich“ und „interessiert“, und man möchte ihnen den Prosecco in den Ausschnitt kippen, den sie schon wieder nachgießen, aber das wäre zuviel Aufwand. So sucht man also nach Fluchtwegen, doch die sind alle verstopft. Mit lauter gut gelaunten mVN. Gäbe es nicht hin und wieder sowas wie vorhin den Blick des Kellners auf die Uhr oder die Erinnerung an morgen - man wäre hier im Augenblick tatsächlich verloren.
Sonntag, 10. April 2011
Sprichwörter hinterfragt - Teil 3
Die Sprachspione ziehen abermals ein altes Sprichwort aus der Kiste und lassen diesmal, soviel sei verraten, eigentlich kein gutes Haar an ihm. Im dritten Teil geht es um die Behauptung, dass, wer A sagt, auch B sagen müsse..
Freitag, 8. April 2011
Donnerstag, 7. April 2011
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