Montag, 27. Dezember 2010

moving stars

Samstag, 25. Dezember 2010

Sagesse

Samstag, 11. Dezember 2010

Dialog No.1

A: "Am liebsten würde ich ihr dann sagen: 'Siehst du? Das ist der Grund, warum ich dich nicht heiraten will.'"

B: "Eigentlich müsste man sowas dann tatsächlich sagen. Und zwar genau in DEM Moment."

A: "Aber das geht doch nicht! Sowas kann man doch nicht sagen. Dann rennt sie doch gleich weg."

B: "Stimmt. Sowas kann man nicht sagen. Aber man MÜSSTE. Oder gibt es eine andere Möglichkeit?"

A: "-"

B: "-"

A: "Immerhin finden wir nach so etwas immer wieder zusammen."

B: "Und ganz ohne Fesseln. Das ist doch was."

A: "Stimmt."

B: "Und jetzt?"

A: "Ist es halb sieben."

Freitag, 10. Dezember 2010

Little Big Berlin

Little Big Berlin from pilpop on Vimeo.

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Bergmannstraße, Berlin

Berlin Bergmannstraße. "I don't know how many. But I'd rather say yes." Sagt der Vater, der den Schlitten zieht, zu dem Sohn hinter sich. Der Kleine sitzt mit dem Rücken zum Vater und hat so eine freie Sicht auf alles, was passiert. Ich weiß nicht, was die (Kinder-)Frage war, aber die (Vater-)Antwort gefällt mir trotzdem. Vielleicht auch gerade deswegen.

Dienstag, 7. Dezember 2010

phosphene

Der Scienceticker fragt: Findet der Kugelblitz nur im Kopf statt? Und kommt zu interessanten Überlegungen zu Magnetfeldern, Blitzentladungen und damit einhergehenden Eindrücken von leuchtenden Kugeln im menschlichen Gehirn.

Montag, 6. Dezember 2010

Airport Surroundings


Finde weitere Künstler wie Loney dear bei Myspace Musik

fangela

Freitag, 3. Dezember 2010

Das keine Wort

Man hört ja gelegentlich Dinge wie:

„Hättest du doch was GESAGT! EIN Wort! Einfach nur: EIN Wort!“

Aber was, wenn es keins gibt?

Man könnte jetzt einwenden, dass es doch genug Wörter gibt. Dass sich allein im Deutschen nahezu unzählige Wörter tummeln, darunter so bemerkenswerte wie „nichtsdestotrotz“ oder „Backblech“. Die könnte man doch alle mal sichten, wär doch gelacht, wenn sich darunter kein passendes finden würde für das, was man sagen will. Besser gesagt: was man nicht sagen will, aber soll. Oder hätte sollen. Oder so. (S.o.)

Ganz zu schweigen von den vielen anderen Sprachen, die man in die Suche miteinbeziehen könnte. Man denke nur an Tschechisch, Hindi oder Hebräisch. Zwar wäre man womöglich Gefahr gelaufen, ein vollkommen falsches Wort herauszupicken, weil man keine der fremden Sprachen beherrscht, nicht einmal ansatzweise. Allerdings ist total daneben oft besser als haarscharf, denn haarscharf daneben wird oft nicht als das erkannt, was es trotz aller Haarschärfe eben doch ist: daneben.

So hat man also die Wahl zwischen daneben (in verschiedenen Abstufungen) und schweigen. Und anstatt sich für ein Wort zu entscheiden, das bestenfalls nichts sagt, weil es von keinem verstanden wird, nichtmal vom Sprecher, und schlimmstenfalls das Falsche, weil es nicht passt, nimmt man eben bis auf Weiteres schweigen.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Ein Zeitzeuge erzählt

Ich erinnere mich an eine Zeit, da saßen die Leute abends, wenn sie von der so genannten Arbeit kamen, vor einem Kasten namens „Fernseher“. „Zum Abschalten“, wie sie zu sagen pflegten.

Aus dem so genannten Fernseher drangen für gewöhnlich Belanglosigkeiten in verschiedenen Verkleidungen, aber immer hatten sie dieselbe Funktion: das Blut der Leute in geordnete Wallung zu bringen, ihnen das Gefühl zu geben, keine Maschine zu sein, Gefühle zu haben, ohne diese wirklich gebrauchen zu müssen. Ein wenig Mitleid hier, ein bisschen Empörung da, und schon fühlten sich die von der so genannten Arbeit Ausgelaugten ein wenig besser. Die Maschine wurde angeschaltet, um abzuschalten. Wovon, war eigentlich egal. „Abschalten“ war zu jener Zeit eine Art Zauberwort, ein süßes Versprechen der Bewusstlosigkeit, ein Vergessenmachen von allem, was einen den (Arbeits-)Tag über beschäftigt hatte. Es war eine Zeit, da die Leute, die „Arbeit“ hatten, diese bei der erstbesten Gelegenheit vergessen wollten. Dazu brauchten sie etwas, das ihnen dabei half. Der Fernseher war nicht das einzige, aber ein sehr effektives und zudem vollkommen legales Hilfsmittel, vom Betäubungsmittelgesetz nicht mal ansatzweise erfasst.

Aus zum Abschalten gedachten Fernsehern drangen hin und wieder auch echte Informationen, aber die kamen meist zu so später Stunde, dass die, die am nächsten Morgen „zur Arbeit“ mussten, schon längst eingeschlafen waren. Das war von denen, die die so genannten „Sendezeiten“ festlegten, durchaus so gewollt. Die echten Informationen, das, was sich wirklich zu wissen lohnte, weil es das Potenzial hatte, die Wirklichkeit zu gestalten, wurde zu Zeiten gesendet, die diejenigen, die „Arbeit“ hatten, nicht erreichen konnten.

Dann kam das Internet und mit ihm die Erfindng der „Mediathek“. Und man konnte die Nacht zum Tag machen und die Woche zum Wochenende. Wie es jedem gerade passte. Das, was zuvor den Arbeitslosen oder Freiberuflern vorbehalten war, war nun für alle da. Allerdings ist nicht überliefert, ob diejenigen, die in den so genannten „verantwortungsvollen Posten“ saßen, die so genannten „Entscheider“, mit anderen Worten: die, die genug Geld und Einfluss und womöglich auch Geist hatten, um Dinge in Richtungen zu schieben, die sie für richtig hielten, ob die auch tatsächlich Interesse daran hatten.

Montag, 22. November 2010

Appell 1-3 (nur eine Formalität)

1) Lehn dich zurück und betrachte dich in deinem Tag und versteh, wie er dich formt!

2) Lehn dich zurück und betrachte dich in deiner Zeit und geh nicht blind mit ihr!

3) Lehn dich zurück und finde heraus: was du siehst!

Samstag, 20. November 2010

Drum Lesson

"play a groove and keep it steady and consistent"

Freitag, 19. November 2010

Neon Golden - Console Remix

Mittwoch, 17. November 2010

800 zu 0

Von Freitag früh bis Montag früh durcharbeiten "...klingt nicht schön, aber es ist nicht so schlimm. wir haben eine schicke dienstwohnung mit küche, bad, wc und zwei zimmern sowie einen tv satelliten, der 800 kanäle empfängt. von dem empfange ich persönlich null, denn tv ist meine erklärte lieblingsabstinenz. und das macht mich dann noch 800 mal zufriedener..." Schreibt M.K., Intensivmediziner an einer Klinik in Luxemburg.
(Abdruck des Originalzitats aus der Original-E-Mail mit freundlicher Genehmigung des Autors)

Dienstag, 16. November 2010

Yes, Sir!

Montag, 15. November 2010

Am laufenden Band (Oder wie nennt man das?)

Vorhin im Biosupermarkt. Das Warenband (oder wie nennt man das?) ist leer, und ich bin an der Reihe. Hektisch packe ich alles vom Einkaufskorb auf das Rollband (wie nennt man das?). Da sagt die Kassiererin: "Kommen Sie mal zur Ruhe."

_ _ _

Ich bin kurz sprachlos und erwidere dann: "Stimmt, hier muss man ja nicht hetzen." Tatsächlich hatte ich für einen Augenblick vergessen, dass ich nicht beim Discounter bin.

Normalerweise bin ich nicht so. Nur manchmal lasse ich mich vom Geist der Fließband-Industrie anstecken und gerate in einen fremden, lebensfeindlichen, in jeder Hinsicht vollkommen unangemessenen Takt. Warum? Ist es vorauseilender Gehorsam, der mich plötzlich, sobald ich an einem automatisch laufenden Band stehe, hektisch und geradezu pausenphobisch werden lässt? Solidarisiere ich mich vielleicht unbewusst mit einer imaginären (?) Exceltabelle, die am Ende eines jeden Kassierer-Arbeitstags Bilanz zieht und die guten (= viel Umsatz generierenden) von den schlechten (= weniger Umsatz generierenderen) Arbeitern trennt? Werde ich an einem elektrisch laufenden Verkaufsartikelband (kann mir endlich mal jemand sagen, wie man das nennt?!) auf einmal ungewollt zum Advocatus Diaboli einer Ordnung, die ich überhaupt nicht gutheiße, weil sie alle nervös macht und fürs Konsumklima mehr als schädlich ist?

Ich weiß es nicht. Aber ich bin mir sicher. Ich werde das "Kommen Sie mal zur Ruhe" der Biomarkt-Kassiererin im Ohr behalten. Nicht nur am FÖRDERBAND...

hear -> love -> be

Sonntag, 14. November 2010

Visionäre der Musik

Mein Rat an alle, die glauben, dass HÖREN und SEHEN eigentlich eins sind: Hier hingehen!

Sonntag, 7. November 2010

One Brain

"ZUR MUSIK GIBT ES EIGENTLICH NIE WAS ZU SAGEN. DESHALB GIBT ES SIE JA."
(Brian Eno)

Sonntag, 31. Oktober 2010

I = U / R

Eigentlich ist Fußball im Fernsehen gar nicht sooo schlimm. Schlimm finde ich zum Beispiel zwar die Geräuschkulisse... Und auch das Bühnenbild (Sparkassen-Versicherungs-Banner-umflorter Fertigrasen mit uniformierten, hektischen, viel zu kleinen Gestalten drauf) lässt an Zauber zu wünschen übrig. Aber ich muss zugeben, dass es Ausnahmen gibt, die mein persönliches Fußballverweigerungsnaturgesetz bestätigen. Hin und wieder, alle paar Jahre, also wenn z.B. WM ist und ein nettes Land im Finale steht, kann ich meinem Lieblingsphilosophen zustimmen, der auch kein Fußball mag, aber eingesteht: "Wenn es spannend wird, kann es richtig spannend werden."

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Wheeling and Dealing (Hello Stoa!)



Frage an die Chemie:
Angenommen, Schweres wird plötzlich, aus heiterem Himmel, leicht - ändert sich dann die Ordnungszahl?

Montag, 18. Oktober 2010

Neues aus Wildost

Vika besucht ihren Heimatplaneten und findet jede Menge Neues:
Live aus Russland!

Montag, 30. August 2010

Social Simulation

Hallo Interessierte!
Das Center for Environmental Systems Research (CESR) der Universität Kassel veranstaltet vom 6. bis 9. September 2010 den dritten World Congress on Social Simulation. Hier treffen sich Wissenschaftler aus aller Welt, die mithilfe von Computersimulationen gesellschaftliche Phänomene erforschen: Effekte von Werbung, Modelle zum Pandemieschutz oder Fluchtmaßnahmen bei lebensgefährlichen Ereignissen, Strategien zur Aidsbekämpfung oder Akzeptanz von Klimaanpassungsmaßnahmen.

Dienstag, 3. August 2010

Kofferkauf

Merav will sich einen Koffer kaufen. Einen Koffer! Ausgerechnet jetzt!
"Warum denn einen Koffer? Warum keinen Wandbehang? Oder einen Paravent?", frage ich, aber Merav sagt: "Es ist halb sieben."
Es hat keinen Sinn. Mir kann es egal sein. Soll Merav ihren Koffer kaufen. Soll sie so viele Koffer kaufen wie sie will. Sollen doch alle so viele Koffer kaufen wie sie wollen. Warum auch nicht? Was soll falsch sein am Kofferkauf? Nichts.
Man kann einen Koffer kaufen und sich ins Gras legen, als ob nichts sei.
Man kann einen Koffer kaufen und Eis essen gehen.
Man kann einen Koffer kaufen und sich vorstellen, als Pinguin in Grönland einen Fisch zu jagen.
Man kann einen Koffer kaufen und alles nochmal durchrechnen.
Man kann einen Koffer kaufen und später vielleicht noch ein Einstecktuch.
Man kann einen Koffer kaufen, ohne ihn je zu benutzen.
Man kann einen Koffer kaufen, keine Frage.
Nur - warum?

Freitag, 30. Juli 2010

Reflexionslektion

Was soll man tun: Eigentlich will man reingucken, aber statt einer Innenwelt sieht man die Außenwelt als Abbild, schemenhaft auf die Fassade projiziert, spiegelverkehrt, und als wäre die Verwirrung so nicht schon perfekt, sieht man plötzlich innerhalb des Außenweltspiegelbilds auf einmal sich selbst als Sehsuchendes und erkennt: dass man einfach nicht reingucken kann.

Montag, 26. Juli 2010

Besuch aus der Luft

Neulich bekam ich überraschend Besuch. Ein Vogel, nämlich genau der, den man hier zum Glück sieht, weil ich ihn fotografiert habe, hat sich neulich auf meiner Küchenfensterbank niedergelassen. Er saß auf einmal einfach da, aus heiterem Himmel. Und nichts und niemand, schien es, konnte ihn aus der Ruhe bringen, weder der Nachbar, der Müll runterbrachte, noch ich, die mit der Kamera immer näher kam. Im Gegenteil, das Interesse an seiner Person schien ihm sogar zu gefallen, jedenfalls posierte er wie ein Star vor der Linse, dabei war es, wie ich später erfuhr, ein Turmfalke. Ein Turmfalke! Auf meiner Fensterbank! Leider ging ich irgendwann kurz aus der Küche, und als ich wiederkam, war der Vogel weg. Genauso plötzlich wie er gekommen war.

Mittwoch, 21. Juli 2010

beat gravity

"Wie bei allen Kunstwerken ist es so, dass wir die Schwerkraft besiegen können." (Peter Weibel, Leiter des ZKM)

Dienstag, 20. Juli 2010

Leerstelle

Eine Leerstelle ist eine Stelle, an der nicht mehr ist, was dort mal war, oder an der noch nicht ist, was dort mal sein wird, vielleicht.
Eine Leerstelle ist also in Relation zu Vergangenheit und Zukunft ein Nicht-Jetzt - wenn man wie wir zweckmäßigerweise davon ausgeht, dass das Jetzt hauptsächlich im Dasein ist und nicht im Nicht-Dasein. Besondere Aufmerksamkeit verdient hierbei die Tatsache, dass, anders als bei Vergangenheit, in Bezug auf die Zukunft das Nicht-Jetzt mit dem Jetzt identisch sein kann, nämlich dann, wenn in der Zukunft das Erwartete wider Erwarten nicht eintritt, die Leerstelle also keine ist. Denn leer wird die Stelle ja erst durch das Fehlen. Wo aber nichts war und nichts wird, fehlt auch nichts, weswegen das Nicht-Jetzt der Stelle nichts anderes ist als ein ewiges Jetzt.

Donnerstag, 17. Juni 2010

17/06

Allen, die sich in dem Glauben schaukeln, heute sei einfach nur Donnerstag, sei in Erinnerung gerufen: Heute ist siebzehnter Juni! 17. Juni - der Tag mit der Straße.

Dienstag, 11. Mai 2010

Toast!

Toastbrot. Was für ein seltsamer Gegenstand. Was für ein komisches Lebensmittel. Geometrisch einwandfrei. Aber sonst? Bestechen die Weizenmehl-Pflanzenfett-Säureregulator-kann-Spuren-von-irgendwas-enthalten-Quadrate mehr durch das, was sie nicht machen: satt. Aber Halt! Ich kann ja wie immer nur von mir aus gehen, alles andere wäre vermessen. Drum muss es heißen: Toastbrot macht mich nicht satt. Toastbrot also macht mich nicht satt.

Warum nicht?

Ich glaube, ich könnte einen ganzen Quader essen und hätte hernach immer noch Hunger. (Ausprobieren will ich es lieber nicht, denn ich fürchte, als Ballon an der Zimmerdecke hängen zu bleiben und schließlich in Ermangelung weiterer Aufstiegsmöglichkeiten unschön zu platzen. Also begnüge ich mich, wenn es doch mal dazu kommt, dass ich Toast statt Brot esse, auf ein sozial und auch sonst verträgliches Maß von sagen wir vier bis sechs Scheiben und denke nicht länger darüber nach, dass das Einzige, was als Geschmackserlebnis ins Bewusstsein dringt, dem Verkohlungsprozess zu verdanken ist.)

Das "Röstaroma" genannte Geschmackserlebnis ist, wie wiki weiß, das Ergebnis einer chemischen Reaktion, der so genannten Maillard-Reaktion.
Dieser nach ihrem Finder benannte Prozess ist eine "nicht-enzymatische Bräunungsreaktion", genauer: eine "komplexe Gesamtheit vieler parallel und nacheinander ablaufender chemischer Reaktionen, die zu einer Vielzahl von Reaktionsprodukten führt, von denen viele noch nicht exakt identifiziert wurden."

Interessant: das Toastbrot als materialisiertes Reaktions-Chaos! Aber gilt das nicht für alle Brote? Ist nicht jedes Backwerk ein mehr oder weniger gelungenes Wunderwerk der Verwandlungstechnik? Ich glaube schon. Daran kann es also nicht liegen, dass mich Toastbrot nicht satt macht (auch wenn ich noch soviel davon esse), denn zwei Scheiben Bäckerbrot reichen, um die nächsten drei (musik-losen) bzw. fünf Stunden (mit Musik) satt zu sein. Außerdem hüpfen die nicht immer aus dem Toaster, so dass man erst die Wollmäuse abpusten muss, bevor an Verzehr gedacht werden kann.

Was wiki weiter weiß: "Durch seinen vergleichsweise hohen Eiweißgehalt (Weizenkleber und Milcheiweiß) hat der Teig ein gutes Gashaltevermögen, wodurch das langsam gegarte Brot seine feine Porung erhält." Ob es das ist? Das gute Gashaltevermögen? Ist das gute Gashaltevermögen des Toastbrots verantwortlich dafür, dass man soviel davon essen kann, ohne satt zu werden? Weil man im Grunde in der Hauptsache heiße Luft isst, die natürlich nicht satt machen kann, weil ja im Unterschied etwa zur heißen Luft, die man während des Konzerts der Lieblingsband isst, nichts drin steckt, was überhaupt in der Lage ist, (solche wie mich) satt zu machen?

Interessant wäre weiter, zu erforschen, ob das Sättigungsvermögen eines handelsüblichen Toastbrots steigt, wenn in der Teigproduktionsfabrik sagen wir mal Depeche Mode liefe. Oder Acid Pauli. Oder 13&God, die Teichmann-Brüder, Michaela Mélian oder irgendwas ähnlich Nahrhaftes.

So. Und jetzt? Eine Scheibe Toast vielleicht. Aber dick mit Beats belegt.

Donnerstag, 15. April 2010

Die Bässe bleiben

Der Nachbar von unten hat sich beschwert. (Heißen Nachbarn auch Nachbarn, wenn sie nicht nebenan, sondern nebenunter wohnen?) Der Nachbar also hat sich beschwert, d.h., eigentlich hat er sich weniger beschwert als vielmehr freundlich gebeten, und zwar darum, dass ich die Musik leiser stellen möge. Zwar hielt sich die Lautstärke, wie ich finde, in Grenzen. Aber offenbar waren die Bässe so durchdringend, dass man unten Assoziationen von Presslufthammern und ähnlichem Grobgerät hatte. Ich stellte also auf der Stelle leiser und versprach, etwas Schalldämpfendes unterzulegen. (Bisher stehen die Boxen auf blankem Boden.)
Der Rede wert ist das alles aber eigentlich nicht, geschweigedenn der geschriebenen. Was sich dann aber doch lohnt festzuhalten, ist der Satz, den der Nachbar sprach, nachdem wir uns ein wenig über Lautstärke unterhalten hatten und darüber, dass die Bässe irgendwie immer bis weithin durchdringen, auch wenn man die Musik schon gar nicht mehr hört. Der Satz also geht so:
"Auch wenn sich die Musik ändert - die Bässe bleiben."
***

Mittwoch, 14. April 2010

wish (stereo)

I WANT THIS TO BE THAT!

Montag, 15. März 2010

Umzug

"Ich schlepp alles mit von hier nach dort."

Freitag, 12. März 2010

Treppenfrage

Wohin mit der Treppe?

Dienstag, 9. März 2010

It's all about sound

surprise rising sound surrounding strange arranging life diving

Montag, 8. März 2010

This Way

Mind the magic!

Dienstag, 2. März 2010

High Fidelity

"Wir freuen uns, dich in Deutschlands No.1 Shopping-Club begrüßen zu dürfen. Hier finden Schnäppchenjäger Top-Marken aus Mode und Lifestyle genauso wie Haushaltswaren, Accessoires und vieles mehr zum absoluten Freundschaftspreis", informiert mich unaufgefordert eine Institution, die sich "brands 4 friends" nennt - Untertitel: "Marken zum Freundschaftspreis".
Ich will nicht in "Deutschlands No.1 Shopping-Club", bin weder "Schnäppchenjäger" noch Fan von mir vollkommen fremden Leuten, die mir "Freundschaftspreise" machen wollen.
Was ist passiert?
Um eine wunderbare neue Kreuzberger Lokalität namens Multilayerladen (Foto) bei Qype vorzustellen, wollte ich mir einen Qype-Account einrichten. Ich habe also alle Felder mit * ausgefüllt, die AGBs akzeptiert, mich dabei auf das verlassen, was mir Qype versprochen hat (kein Weitergeben meiner E-Mail-Adresse oder sonstiger Daten) und dieses Vertrauen sofort bereut, als ich zeitgleich mit der Qype'schen Bestätigungsaufforderungsmail oben zitierte Mail von oben genanntem Anbieter bekam. Zufall? Wohl kaum.
Liebe Qypes, wenn ihr schon so anfangt - wie soll ich euch in Zukunft vertrauen können? Bevor ich auf den Bestätigungslink klicke, müsst ihr mir erstmal erklären, warum ich auf einmal Schnäppchenjäger-Post von falschen Freunden bekomme.
Anstatt mir von Deutschlands Shopping-Clubs die Ohren betäuben zu lassen, gehe ich lieber da hin, wo immer gute Musik spielt, am Wochenende sogar live!

Montag, 1. März 2010

Air Condition

Gestern, beim Spazierengehen, führte der Zufall mich an den Eingang eines Friedhofs, und weil ich mich wunderte, dass ich den noch nie bemerkt hatte, obwohl ich diese Straße schon unzählig oft auf- und abgelaufen bin, ging ich durch das Tor.
Vor mir erstreckten sich weitflächig Gräber, die offenbar nur selten gepflegt werden. Große, alte Bäume, Birken zumeist, gaben dem Ganzen einen parkähnlichen Charakter, aber für einen richtigen Park waren es zu wenige und überhaupt die Requisiten insgesamt zu unglamourös.
In der Nähe des Eingangs stand eine kleine alte Frau, die, lebte sie in einem Märchen der Gebrüder Grimm, wohl "Mütterchen" genannt würde. Das Mütterchen kam direkt auf mich zu.
"Keine Angst, ganz allein hier?", fragte es und blickte mich aus hellblauen Augen gut gelaunt an.
"Nein, wieso?"
"Ganz allein auf dem Friedhof!"
"Aber es ist doch noch hell. Und überhaupt..."
"Ich hier gearbeitet, früher", fuhr sie fort.
"Ist das schon lange her, dass Sie hier gearbeitet haben?", fragte ich.
"Viele Jahre her."
"Kommen Sie aus Rumänien?", riet ich. Ihr Akzent klang osteuropäisch.
"Polen."
"Aha", erwiderte ich einfallslos, weil ich noch nie in Polen war. Die einzigen Assoziationen, die ich spontan hatte, waren zwei Weltkriege und tolle elektronische Musik. Beides erschien mir im Augenblick wenig angebracht.
"Hier habe ich angefangen, als ich nach Deutschland kam. Schrecklicher Friedhof!"
"Finden Sie?"
"Ja! Schrecklich! Nur ein Jahr hier. Dann woanders gearbeitet. Anderer Friedhof. Viel schöner!"
"Und warum haben Sie sich gerade diese Arbeit gesucht?", fragte ich.
"Ich wollte an der frischen Luft sein", kam die Antwort.
Das überzeugte mich.
"Kann ich gut verstehen. Besser als den ganzen Tag im Büro sitzen."
"In Polen immer an der frischen Luft gearbeitet", sagte sie. "Frische Luft ist gut."
Dann nahm sie meinen Ellbogen und führte mich den Weg hinauf. Sie zeigte mir die Aussegnungshalle, die sie nur "die Halle" nannte, und das Grab ihrer Freundin, die auch hier gearbeitet hat. Dann deutete sie auf ein weiter hinten gelegenes Areal voller kleiner schwarzer eckiger Steine, ordentlich in Reih und Glied. "Soldatengräber", sagte sie. "Alles Soldaten".
Wir ließen die Soldaten Steine sein und gingen den Weg weiter hinauf und dann durch die Grabreihen wieder zurück zum Tor. Hier zeigte sie mir in ihrem Geldbeutel das Foto ihrer jüngsten Enkeltochter. "Sechzehn", sagte sie stolz.
"Sehr hübsches Mädchen", sagte ich wahrheitsgemäß.
Dann verabschiedeten wir uns, und ich frage mich, was die Frau mit dem hellblauen Blick in diesem Augenblick gerade macht. Einen Spaziergang vielleicht. An der frischen Luft.

Fast Forward

Fast ein Vorwort:(Tafel an Kreuzberger Kneipe)

Montag, 22. Februar 2010

Botanik statt Panik

Baum müsste man sein!

Freitag, 19. Februar 2010

Akusmatisch

Mein persönliches Wort der Woche ist "akusmatisch". Ein akusmatischer Sound ist ein Sound ohne erkennbare Geräuschquelle. Akusmatisch: Man hört etwas, aber man sieht nicht, woher es kommt.

Wiki weiß: Das Wort kommt aus dem Griechischen. "akusmatikoi" waren "jene, die hörend teilnehmen" - zusammengesetzt aus altgriechisch ἅκουσμα "das Gehörte, der Unterricht" und κοινόν "der Teilnehmer". Die Schüler des Pythagoras sollen während des Unterrichts hinter einem Vorhang gesessen haben, um ungestört von optischen Reizen den Vorlesungen folgen zu können. (Insofern befinde ich mich - oh, Trost! - mit meinen vor einiger Zeit beschriebenen Nöten ja in guter, da in altgriechischer Gesellschaft.)

Und was ist mit Phänomenen wie dem "dritten Ohr", der "Durchhörbarkeit" oder dem "Ursachenhören"? Die Wissenschaft weiß wie immer mehr.

Donnerstag, 18. Februar 2010

vocabulary lack

Mir fällt auf, dass es kein Wort gibt für das "Darauf-Vertrauen-dass-jemand-etwas-schafft", für "Jemandem-etwas-Zutrauen", also eine Art Selbstvertrauen, aber nicht auf die eigene, sondern auf eine andere Person bezogen. Ein Vertrauen in das Können des anderen. Das Wort, das noch erfunden werden muss, wäre also eine Mischung aus Vertrauen, Zuversicht und zutrauen. Hat jemand eine Idee? Vielleicht "Fremdvertrauen"? Oder "Zuvertrauen"? Oder kann mir einer sagen: Gibt es so ein Wort in irgendeiner anderen Sprache?

Mittwoch, 17. Februar 2010

Sustainability (bio)

Endlich! Endlich Sonne! Nach gefühlten zwölf Jahrzehnten Wintergrau konnte man heute die körpereigenen Sonnenkollektoren zum ersten Mal wieder mit Solarergie aufladen. Was man natürlich ausgiebig tat, wobei man zweimal fast hingefallen wäre, aber eben nur fast. Und während die Sonne ganz ohne Photoshop Glanzlichter auf die Eispanzer setzt, redet man über Penner, die im Vorraum der Sparkasse überwintern und sich mit "merci!" bedanken, wenn man ihnen zwei Euro schenkt, über Leute, die zu beschäftigt sind, um sich zu verabreden und andere, die man trotzdem regelmäßig trifft, über Nochmal-Student-Sein, über echte und unechte Subkultur, über lange oder kurze Haare, über peinliche Außenminister, über falsche historische Vergleiche, über Heinz Erhardt, Fritz Lang und Tobias Rapp, über oral history und Geschichtsschreibung... Und dann geht man ins Café Weltgeist der HU, bestellt Tee und Kaffee, erinnert sich an eigene Mensa-Zeiten und ist alles in allem doppelt froh, dass endlich die Sonne scheint.

Dienstag, 16. Februar 2010

Edekadialog

Gestern vor dem Edeka. Zwei Typen, ungefähr 17 Jahre, topgestylt, die Baseballkappen schräg auf dem Kopf drapiert, führen einen hitzigen Dialog, von dem ich hier nur einen Ausschnitt wiedergeben kann, weil ich nur den gehört habe. Der Ausschnitt, den mir die Luft im Vorbeigehen zugetragen hat, geht so:
Baseballkappe 1: "Aber ich hab dir doch zwei Euro gegeben."
Baseballkappe 2: "Ja, aber mit den vierzig Cent von vorhin sind es nur noch Einssechzig."
Baseballkappe 1: "Aber das hatten wir doch vorhin schon! Das hab ich dir doch erklärt! Die vierzig Cent habe ich dir gestern..."
Ich weiß nicht, wie der Streit um die komplizierten Besitzverhältnisse ausgegangen ist. Ich weiß nur, dass man sich manchmal vielleicht doch Sorgen machen muss um die "Jugend".

Samstag, 13. Februar 2010

Samstagabend

Wie um alles in der Welt soll man den Samstagabend verbringen, wenn
a) es draußen immer noch viel zu kalt für T-Shirts ist
b) keine Familienangehörigen nach Essen schreien und in den Schlaf gesungen werden wollen
c) Pitchtuner frühestens in zwei Stunden anfangen zu spielen
d) das Buch fast ausgelesen ist, man sich das Ende aber für morgen aufheben will
e) man zwar ausnahmsweise einen Fernseher zur Verfügung hat, aber wie üblich kein gutes Programm
f) es einem sehr, sehr egal ist, dass die Olympischen Winterspiele heute beginnen, weil man Sport im Fernsehen für die langweiligste Sache der Welt hält
g) überall besetzt ist
h) nichts davon zutrifft, aber trotzdem alles stimmt
?
Man kann zum Beispiel ZDFinfokanal an- und den Ton abschalten, die Flaggenträger ins Olympische Feld hereinspazieren sehen und dazu die D/B radio show auf herbstradio hören.

Mittwoch, 10. Februar 2010

On life

Wer sich Gedanken über das Leben an sich machen und dabei nicht allein sein will, der kann entweder passende Musik hören oder auf das grüne Leben klicken, das Teil dieses Satzes ist.

Montag, 8. Februar 2010

Luft

In diesem Fall übertreffen die französischen Synthie-Vögel sich selbst. Oder vielleicht übertreffen sie sich gar nicht, sondern treffen. Ins Schwarze nämlich. Nein, ins Blaue. Mit diesem Song, der leichter ist als Luft, sind Air ganz und gar und überhaupt: nichts als Luft und Liebe und Liebe zur Luft, zur bewegten Luft, zum Sound. Zum very own Air-Sound, Luftklang, Klangluft... Air-Sound at its best!

Freitag, 29. Januar 2010

forget & find

Forget yourself and find yourself!

Weltpremiere Metropolis

Weltpremiere im Friedrichstadtpalast und am Brandenburger Tor: Am 12. Februar des Jahres 2010 wird die über Jahrzehnte verloren geglaubte und im Jahr 2008 in Argentinien ausgegrabene Uraufführungsfassung von Fritz Langs Stummfilm-Opus Metropolis aus dem Jahre 1927 in voller Länge (4,189 km!) auf die Leinwand projiziert. Was ist schon Zeit?

Dienstag, 26. Januar 2010

Futurity now!

Die transmediale.10 stellt, insbesondere auf der Konferenz Future Observatory und insbesondereinsbesondere auf der Futurity Long Conversation, alle wichtigen Fragen zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Auch die, ob es dazwischen tatsächlich einen Unterschied gibt. Und: Gibt es heutzutage überhaupt noch so etwas wie "Zukunft"? Und wenn ja: Wie sieht das aus? Mein Rat: Hingehen!

Montag, 25. Januar 2010

Gruppenbild

Ich weiß nicht, warum, aber ich bin kein Fan von Gruppen (mit Ausnahme von Musikgruppen, sofern mir die Musik gefällt). Wobei das ziemlich untertrieben ist. Richtig ist: Ich mag Gruppen nicht. Warum nicht? Ich vermute, wegen ihrer bleichenden, schleifenden und abtötenden Wirkung.
Ich mag keine Gruppen, weil ich nicht mag, wie Leute sich in ihnen und durch sie verändern. Es gibt nur wenige, die sich als Teil einer Gruppe nicht oder kaum verändern, die auch in einer Gruppe sie selbst bleiben, die so sind, wie man sie kennt und wie man sie mag, egal, was um sie herum passiert. Diese Leute sind selten, aber es gibt sie, zum Glück! Die meisten allerdings lassen sich von der Gruppe, deren Teil sie gerade sind, den Charakter bleichen, dass einem Angst und Bange wird.
Wie viele Leute kenne ich, die, sobald sie Teil einer Gruppe sind, ohne mit der Wimper zu zucken alles an den Nagel hängen, was sie einmalig und unverwechselbar macht! Alles Charakteristische, alles Besondere wird in oder von der Gruppe abgeschliffen und ausgewaschen, aufgesaugt oder aufgelöst, so dass nichts mehr übrig bleibt von dem, was man an ihr, der Person, kennt und liebt. Die Person, die man liebt, weil sie so ist wie sie ist, ist in der Gruppe auf einmal nicht mehr da. Ist einfach verschwunden und hat eine austauschbare Hülle hinterlassen, eingesperrt in austauschbares Geschwätz. Die Hülle sitzt dann in der Gruppe und lacht und spricht (meistens viel zu laut), und die Gruppe merkt es nicht und wahrscheinlich merkt nicht mal die Hülle, dass sie nur Hülle ist. Allzu oft machen Gruppen aus Menschen Hüllen. Ich finde leere Hüllen, die sich bewegen und lachen und sprechen, über alle Maßen gruselig. Ich finde sie zum Fürchten, die Gruppenzombies, vor allem, wenn ihr Äußeres dem sonst so geschätzten Menschen bis in die Haarspitzen gleicht. Deswegen also mag ich keine Gruppen.

Keine Kunst

"Einsam sein ist keine Kunst." (Jochen Distelmeyer)

Atonal, betonal, zutonal

Man sollte es nicht glauben, aber es stimmt: Auch die Kunst hat ihre Grenzen, denn die Räume sind knapp und die Köpfe, die über die Räume entscheiden, nicht selten von oben bis unten zubetoniert.
"Sie wollen hier ausstellen? Tut uns Leid, aber Ihre Bilder sind zu bunt für unsere Galerie. Wenn Sie vielleicht ein bisschen weniger Rot..." Oder: "Interessant, Ihr Roman. Wenn der Richter nicht schwul ist, die Witwe am Ende den Friseur doch heiratet und das Ganze in Berlin spielt statt in Offenburg, könnten wir uns vorstellen..." Oder auch: "Schöne Musik, aber zu tonal. Vielleicht könnten Sie alles ein bisschen schräger machen, etwas weniger harmonisch? Wir sind hier in einer Metropole, das Publikum will..."
Was also tun? Eine Galerie gründen? Einen Verlag? Ein - totaltonal - Label? Und dann?

Mittwoch, 20. Januar 2010

Hingehen! Heute!

Wer meint, ein Schlagzeug sei ein Schlagzeug und nichts als ein Schlagzeug, der liegt zwar nicht völlig daneben, aber doch weit darunter. Wer wissen will, was ein Schlagzeug außer Schlagzeug sonst noch sein kann, der kommt am besten heute Abend in die Lofi-Lounge im Schokoladen-Mitte zu "mad scientist drummer" Sebastian Arnold.

Montag, 18. Januar 2010

Musikschuhe

Wissenschaftler der Internationalen musikorthopädischen Vereinigung (InmuV) haben herausgefunden: Wer in Musikschuhen unterwegs ist, lebt gesünder. Das Tragen von Musikschuhen stärkt das Rückgrat, was sich positiv auf die Haltung auswirkt. In Musikschuhen, so die Forscher, kann einem eigentlich nichts passieren. Denn: Als Träger von Musikschuhen steht man mit beiden Beinen fest auf dem Boden und kann trotzdem tanzen. Man steht im Leben und manchmal vielleicht auch neben sich, aber immer steht man mit beiden Beinen in der Musik. Mit Klangteppichboden unter den Füßen ist das Leben ein Musical. Mein Rat zum Montag kann also nur heißen: Leute, kauft euch Musikschuhe!

Freitag, 15. Januar 2010

composer's space

Einen Einblick in die Arbeitsweise eines der magischsten* Komponisten unserer Zeit gibt dieser Film.
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*Jedes Kind weiß, dass man "magisch" - ähnlich wie "schwanger", "heilig" oder "ledig" - nicht steigern kann. Was dagegen eher unbekannt ist: Man kann hin und wieder eine Ausnahme machen.

Donnerstag, 14. Januar 2010

snowball in the gob


Also, wer's noch nicht kennt - das Schneeballprinzip ist schnell erklärt: Schneeball in die Fresse, bis die ganze Welt geschmolzen ist.

Mittwoch, 13. Januar 2010

Politik

"Der Ausdruck Politik wurde nach griechisch Πολιτικά (politiká, die politischen Dinge) gebildet und bezeichnet die Angelegenheiten, die die Polis, modern gesprochen: den Staat, das Gemeinwesen, betreffen. Politik 'bezeichnet jegliche Art der Einflussnahme und Gestaltung sowie die Durchsetzung von Forderungen und Zielen, sei es in privaten oder öffentlichen Bereichen.' [Quelle: Schubert, Klaus/Martina Klein: Das Politiklexikon. 4., aktual. Aufl. Bonn: Dietz 2006.] Es gibt dabei bis heute keine Einigkeit darüber, ob Macht, Konflikt, Herrschaft, Ordnung oder Friede die Hauptkategorie von Politik ausmachen." (Wikipedia)
Ja was denn nun? Macht, Konflikt, Herrschaft, Ordnung oder Friede? Ich schlage vor: Musik! Ich meine: Die Hauptkategorie von Politik ist Musik. Weswegen ich Musiker, zumindest die echten, auch für die größten Politiker aller Zeiten halte, denn:
Musiker, zumindest die echten, schaffen das Kunststück der Politik (Einflussnahme und Gestaltung) spielend. Echte Musiker scheren sich einen Dreck darum, ob sie gefallen oder nicht: Sie wollen nicht überzeugen, sie überzeugen einfach so (zumindest ihren Fankreis, der vielleicht gerade deswegen immer größer wird). Echte Musiker sind nicht auf Wählerfang - die Wähler lassen sich von ihnen/ihrer Musik freiwillig gefangen nehmen. Echte Musiker nehmen ihre Wähler gefangen, ohne dass sie es darauf angelegt hätten. Einfach durch den Sound. Durch die Stimmung. Durch das feeling, das sie verströmen. Durch das, was ist, wenn nichts muss. Wenn alles möglich ist. Weil es um nichts weiter geht als um Musik. Also um alles.

Sonntag, 10. Januar 2010

Videostar

Zum Nachmittag hier ein Rat an alle Brillen- und Nichtbrillenträger: Ansehen!

Samstag, 9. Januar 2010

Real miracle music

Freitag, 8. Januar 2010

Schneeverwehung

Gewarnt wird vor Schneeverwehungen. Gefragt wird: Was ist das eigentlich - eine Schneeverwehung? Ein außerordentlich anmutiges Wort, ja. Aber außerdem?

"Bei Schneeverwehungen (auch Schneewechten genannt) handelt es sich um Schnee, der nicht wie durch den üblichen Schneefall gleichmäßig auf dem Boden liegt, sondern durch den Wind seitlich verfrachtet worden ist. Meist handelt es sich eher um Pulverschnee, da dieser leichter als feuchter Schnee ist und dadurch leichter verweht werden kann. Durch den Aufprall der Schneepartikel wird das Material einer Schneeverwehung verfestigt. Der zuerst lose Schnee nimmt dann eine starre Form an.

Schneeverwehungen können überall auf weiten Flächen entstehen, aber auch in Ecken oder Mulden, wo neben Windverwirbelungen auch windstille Zonen entstehen und sich der Schnee leichter ablagert. Er kann sich dabei meterhoch auftürmen während in der Umgebung fast kein Schnee liegenbleibt. Schneeverwehungen lassen sich nur sehr schwer vorhersagen, da ihre Entstehung von den lokalen Bedingungen abhängt."

Wikipedia müsste man sein! Nie um eine Antwort verlegen!

Halten wir fest: Schneeverwehungen sind a) seitlich verfrachtet, b) früher mal Pulverschnee gewesen, c) weitflächen- und windstillliebend, d) zu Haufenbildung neigend, e) eigensinnig.

Donnerstag, 7. Januar 2010

culture manikin

Natürlich würde ich beim durch-die-Welt-Flanieren auch die Dome, Kirchen, Kathedralen und Moscheen nicht auslassen.

Ich würde mich bilden: Ich würde auf den Gotteshäusern der Welt flanieren, das Panorama genießen und da verweilen, wo die Sicht am besten ist.

Mittwoch, 6. Januar 2010

strolling manikin

Vielleicht wäre ich aber auch eher die "ständig-unterwegs"-Spielart. Auf dem Kopf trüge ich eine Glaskugel, damit ich bei Bedarf immer sehen könnte, was in der Heimat gerade passiert.

Dienstag, 5. Januar 2010

loitering manikin

Wäre ich ein Playmobilmännchen, dann vermutlich das, was man hier auf dieser Fotografie sehen kann. Damit will ich nicht sagen, dass ich zum Nichtstun neige, eine hohe Affinität zur Zwecklosigkeit* hege, Müßiggang für aller Genialität Anfang und Pantoffeltierchen für beispielhaft halte, was die Arbeitsmoral angeht. Dies alles will ich damit nicht sagen. Aber was dann? Wenn ich das wüsste...
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*nicht zu verwechseln mit Sinnlosigkeit! Sinn und Zweck sind zwei vollkommen unterschiedliche Dinge. Was oft übersehen wird, weil man die beiden ungerechtfertigter Weise meist in einem Atemzug nennt. Sinnlosigkeit kann mir gestohlen bleiben. Damit will ich nichts zu tun haben.

Montag, 4. Januar 2010

Traumarbeitsplatz

Aus gegebenem eisgraukaltem Anlass hier eine Fotografie aus vielleicht nicht besseren, aber ganz sicher wärmeren Tagen.

Samstag, 2. Januar 2010

Happy Hifi!

Samstag, zweiter Januar. Zweiter Januar zweitausendzehn. Zwoter erster zwanzigzehn. 02/01/2010. 02.01.2010. 02012010 Fast digital. Beinahe binär. Jahreszahlencode, unverschlüsselt. Agendaende. Agenda zwanzig zehn. Fini. Und jetzt? Zweifelsohne *zwinker zwinker* Zwischenziel zwanzigzwanzig. Hifi. Und dann? Man darf gespannt sein. Tension is an option. Happy new year - happy new future! Happy Hifi at all!